SECURUS/Use Cases/Heizungsüberwachung

Heizungsüberwachung mit Alarm bei Heizungsausfall

Ein Heizungsausfall fällt oft erst auf, wenn die Räume kalt werden. SECURUS überwacht geeignete Störkontakte oder die Temperaturen von Vorlauf und Rücklauf. Auffälligkeiten werden an Hausmeister, Heizungsfachbetrieb oder Verwaltung gemeldet. So lässt sich früher prüfen, ob eine Heizungsstörung vorliegt und welche Schritte nötig sind.

Vorlauf Haus ABeispielverlauf · 24 h
00:0006:0012:0018:0024:00205080Untergrenze 45 °C36 °C
Vorlauftemperatur niedrig · Vorlauf Haus A · 36 °C · seit 30 Min. unter 45 °C

Beispieldaten zur Veranschaulichung. Die Grenzwerte legen Sie selbst in der Plattform fest.

So funktioniert es

Vom Messwert zur richtigen Person.

01

Messen

Sensoren erfassen Messwerte oder Ereignisse direkt am Einsatzort.

Vorlauf Haus A · 36 °C
02

Übertragen

Per LoRaWAN an ein erreichbares Gateway und von dort über die Internetanbindung zur Plattform.

03

Prüfen

Die Plattform prüft jeden Wert gegen Ihre Grenzwerte, Regeln und Zeitfenster.

Unter 45 °C für 30 Min.
04

Alarmieren

Die zuständige Person erhält eine SMS oder E-Mail mit Ort, Uhrzeit und Auslöser.

SMS an Hausmeister05:30
Vorlauftemperatur niedrig
Alarm: Vorlauf Haus A · 36 °C · seit 30 Min. unter 45 °C

Heizungsüberwachung über den Störkontakt

Viele Heizkessel und Wärmeerzeuger haben einen Störmeldeausgang, häufig als potenzialfreier Kontakt. Ein geeigneter Dry-Contact-Sensor oder IoT-Controller erfasst diesen Zustand und überträgt ihn per Funk an SECURUS. Welche Störungen der Ausgang abbildet, ergibt sich aus den Anlagenunterlagen.

Der Anschluss an den Störkontakt gehört in die Hand eines Fachbetriebs. Ob Ihre Anlage einen solchen Ausgang hat, steht in den Anlagenunterlagen, wir prüfen das gern mit Ihnen. Wie vorhandene Störsignale grundsätzlich weitergeleitet werden, erklärt die Maschinen- und Anlagenüberwachung.

Heizung ohne Störkontakt überwachen: Vorlauf und Rücklauf

Ältere Anlagen haben oft keinen nutzbaren Störkontakt. Dann helfen Temperaturfühler an Vorlauf und Rücklauf. Sie werden außen am Rohr angebracht, ohne Eingriff in den Heizkreis. Sinkt die Vorlauftemperatur während der Heizzeit deutlich unter den gewohnten Wert, kann das auf eine Störung hinweisen. Nachtabsenkung, Heizbedarf und Betriebszustand müssen dabei berücksichtigt werden.

Ein Sensor mit zwei Fühlern, etwa der Milesight TS302, erfasst Vor- und Rücklauf mit einem Gerät; der Dragino D23-LB hat drei Fühler, zum Beispiel für Vorlauf, Rücklauf und Speicher. Die Verläufe zeigen nebenbei, wie die Anlage arbeitet. Auffällige Muster, etwa ein ungewöhnlicher Abstand zwischen Vor- und Rücklauf, sind Hinweise für den Fachbetrieb.

Zeitpläne grenzen ein, wann eine Temperaturregel aktiv ist. So können Sie erwartete Absenkzeiten berücksichtigen, ohne jede niedrige Vorlauftemperatur als Störung zu melden.

Heizraumüberwachung: Leckage, Druck und Temperatur zusammen

Im Heizraum lohnt es sich, mehrere Werte zu kombinieren. Ein Drucksensor zeigt den Druckverlauf und mögliche Abweichungen vom festgelegten Bereich. Ein Leckagesensor am Boden meldet austretendes Wasser an Kessel, Speicher oder Sicherheitsventil. Ein Raumsensor zeigt, ob der Heizraum ungewöhnlich warm oder bei Frost zu kalt wird.

Alle Werte laufen in SECURUS für jeden Standort zusammen. Bei einer Meldung sieht der Fachbetrieb sofort, was vorher passiert ist: ob der Druck schon länger fiel, wann der Vorlauf abfiel und ob Wasser am Boden steht.

Wer wird bei einer Heizungsstörung alarmiert?

Über Benachrichtigungsgruppen legen Sie fest, wer eine Meldung erhält, zum Beispiel:

  • Hausmeister: prüft vor Ort, ob eine Sichtprüfung oder ein einfacher Neustart nach Anleitung hilft.
  • Heizungsfachbetrieb: erhält die Meldung direkt und kann mit Gebäude, Anlage und Verlauf den Einsatz vorbereiten. Als Servicepartner bekommt er auf Wunsch Zugriff auf die betreuten Anlagen.
  • Verwaltung: erhält die technische Meldung und kann Rückfragen von Mietern oder Nutzern mit den verfügbaren Informationen beantworten.

Die eingerichteten Alarmregeln bestimmen, welche Meldungen per SMS oder E-Mail versendet werden. Im Dashboard und in der Alarmhistorie bleiben die erfassten Ereignisse nachvollziehbar. Mit Prioritäten kennzeichnen Sie die Dringlichkeit, etwa eine gemeldete Störung oder einen auffälligen Druckwert.

Heizungsüberwachung für mehrere Liegenschaften

Hausverwaltungen, Kommunen und Facility-Management-Unternehmen betreuen oft viele Heizungsanlagen an verschiedenen Standorten. In SECURUS sehen Sie alle Anlagen in einer Übersicht, Standorte mit aktivem Alarm sind auf der Karte markiert. Für jedes Objekt gelten eigene Grenzwerte, Zeitpläne und Zuständigkeiten.

So wird aus vielen einzelnen Heizungskellern eine zentrale Heizungsüberwachung. Mehr zu typischen Abläufen finden Sie bei den Hausverwaltungen, den kommunalen Liegenschaften und im Facility Management.

Was die Heizungsüberwachung nicht ersetzt

Die Überwachung ersetzt weder die Wartung noch die Sicherheitseinrichtungen der Anlage. SECURUS steuert die Heizung nicht und greift nicht in die Regelung ein. Die Plattform meldet, dokumentiert und schafft so die Grundlage, damit Hausmeister und Fachbetrieb schneller und gezielter handeln können.

Aus der Praxis

Heizungsausfälle früher bemerken: Was im Alltag zählt

Messwerte werden nützlich, wenn sie zum Betrieb der Anlage passen und die Meldung einen klaren Ablauf auslöst.

Warum Heizungsausfälle oft zu spät auffallen

Fällt eine Heizung nachts aus, informiert oft erst am Morgen ein Bewohner die Verwaltung. Eine Meldung aus dem Heizraum kann diese Informationskette verkürzen. Entscheidend ist, dass auch außerhalb der Bürozeiten eine zuständige Person erreichbar ist und Zugang zur Anlage hat.

Welche Informationen helfen dem Fachbetrieb?

Notieren Sie, seit wann die Auffälligkeit besteht, welche Räume betroffen sind und ob Warmwasser ebenfalls fehlt. Bereits vorhandene Störmeldungen der Anlage können hilfreich sein. Ein einzelner kalter Heizkörper lässt für sich genommen noch keinen Schluss auf den Zustand der zentralen Heizung zu.

Die technische Diagnose und Eingriffe in die Anlage übernimmt der zuständige Fachbetrieb. Für die Verwaltung geht es zunächst darum, Meldungen zusammenzuführen, Zuständigkeiten zu klären und den Zugang zum Heizraum zu organisieren.

Beweist ein niedriger Vorlauf einen Heizungsausfall?

Nein. Außentemperatur, Heizkurve, Nachtabsenkung, Warmwasserbereitung und Anlagenbetrieb beeinflussen den Verlauf. Ein pauschaler Alarm unter einem bestimmten Temperaturwert passt deshalb nicht zu jeder Heizung.

Beobachten Sie zunächst den normalen Betrieb und stimmen Sie geeignete Regeln mit dem Heizungsfachbetrieb ab. Ein Temperaturhinweis kann eine Prüfung auslösen, sollte aber nicht als gesicherte Fehlerdiagnose dargestellt werden.

Wer muss auf eine Meldung reagieren?

Verwaltung, Hausmeister und Fachbetrieb sollten vorab klären, wer Meldungen erhält und wie außerhalb der Arbeitszeiten vorgegangen wird. Eine Nachricht allein organisiert weder Zugang noch Reparatur. Bei mehreren Objekten helfen eindeutige Namen für Gebäude, Heizkreis und Messstelle.

FAQ

Häufige Fragen zur Heizungsüberwachung

Wie bekomme ich eine Meldung aufs Handy, wenn die Heizung ausfällt?

Über einen Sensor am Störkontakt der Heizung oder über Temperaturfühler an Vor- und Rücklauf. SECURUS meldet den erfassten Störzustand oder eine Abweichung von Ihren Temperaturregeln per SMS oder E-Mail. Die Meldung nennt Gebäude, Anlage und Auslöser.

Kann ich eine alte Heizung ohne Störkontakt überwachen?

Ja. Temperaturfühler werden außen an Vor- und Rücklauf angebracht. Fällt die Vorlauftemperatur während der Heizzeit deutlich ab, meldet SECURUS das als Hinweis auf einen Ausfall.

Muss die Heizung für die Überwachung umgebaut werden?

Anlegefühler werden außen an geeigneten Rohrstellen montiert. Bei Störkontakten prüft der Fachbetrieb die Anschlussmöglichkeiten. Ob zusätzliche Arbeiten nötig sind, hängt von der jeweiligen Anlage ab.

Wer erhält die Meldung bei einer Heizungsstörung?

Die Personen und Gruppen, die Sie festlegen, etwa Hausmeister, Heizungsfachbetrieb und Verwaltung. Mehrere Personen können gleichzeitig benachrichtigt werden.

Wie vermeide ich Fehlalarme während der Nachtabsenkung?

Mit Zeitplänen und passenden Grenzwerten. Sie legen fest, in welchen Zeiten welche Vorlauftemperatur erwartet wird.

Kann SECURUS die Heizung aus der Ferne steuern?

Nein. SECURUS überwacht und meldet, die Regelung der Heizung bleibt unverändert. Eingriffe nimmt der Fachbetrieb vor.

Funktioniert die Heizungsüberwachung auch für mehrere Gebäude?

Ja. Jede Anlage ist einem Standort zugeordnet, mit eigenen Grenzwerten und Zuständigkeiten. Alle Standorte sehen Sie in einem Dashboard.

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Stadtbaum 114: 23 %

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