SECURUS/Use Cases/Kühlraumüberwachung

Kühlraumüberwachung mit Alarm bei Temperaturabweichungen

Die Kühlung fällt nachts aus oder die Kühlraumtür bleibt nach der Anlieferung offen. Ohne Überwachung fällt das oft erst beim nächsten Rundgang auf. Die Kühlraumüberwachung mit SECURUS erfasst Temperaturen per Funk und meldet Abweichungen an die zuständigen Personen. So kann Ihr Team die Ursache prüfen und über die Ware entscheiden.

Kühlraum 2Beispielverlauf · 24 h
00:0006:0012:0018:0024:000612Obergrenze 7 °C9,5 °C
Temperatur zu hoch · Kühlraum 2 · 9,5 °C · seit 15 Min. über 7 °C

Beispieldaten zur Veranschaulichung. Die Grenzwerte legen Sie selbst in der Plattform fest.

So funktioniert es

Vom Messwert zur richtigen Person.

01

Messen

Sensoren erfassen Messwerte oder Ereignisse direkt am Einsatzort.

Kühlraum 2 · 9,5 °C
02

Übertragen

Per LoRaWAN an ein erreichbares Gateway und von dort über die Internetanbindung zur Plattform.

03

Prüfen

Die Plattform prüft jeden Wert gegen Ihre Grenzwerte, Regeln und Zeitfenster.

Über 7 °C für 15 Min.
04

Alarmieren

Die zuständige Person erhält eine SMS oder E-Mail mit Ort, Uhrzeit und Auslöser.

E-Mail an Filialleitung16:00
Temperatur zu hoch
Alarm: Kühlraum 2 · 9,5 °C · seit 15 Min. über 7 °C

Wie funktioniert die Temperaturüberwachung im Kühlraum?

Ein geeigneter Temperaturfühler misst im Kühlraum, Kühlhaus oder Tiefkühler. Ein LoRaWAN-Sensor überträgt die Messwerte über ein Gateway an SECURUS. Die Plattform ordnet jede Messstelle einem Standort und einem Raum zu. Temperaturverläufe und Alarme sind damit auch für mehrere Filialen zentral verfügbar.

Bei abgeschirmten Kühlzellen kann ein Sensor mit externem Fühler sinnvoll sein: Der Fühler misst innen, das Funkgerät sitzt außerhalb. Messbereich, Genauigkeit, Feuchteschutz und Funkempfang müssen zur Anwendung passen. Vor der Übergabe wird die Verbindung am tatsächlichen Montageort geprüft.

Grenzwerte, Abtauphasen und Anlieferungen berücksichtigen

Nicht jede kurze Erwärmung bedeutet einen Kühlausfall. Abtauphasen, Reinigung und Anlieferungen verändern die Lufttemperatur. Gemeinsam mit Ihrem Kältefachbetrieb legen Sie passende Grenzwerte und Zeitregeln fest. Diese richten sich nach Lagergut, Anlage und betrieblichen Anforderungen. Ein pauschaler Grenzwert für alle Kühlräume wäre ungeeignet.

Die Position des Fühlers beeinflusst das Ergebnis. Direkt am Verdampfer, an der Tür und zwischen den Waren entstehen unterschiedliche Werte. Die gemessene Lufttemperatur entspricht außerdem nicht automatisch der Kerntemperatur eines Lebensmittels. Legen Sie deshalb vorab fest, welche Aussage die Messstelle liefern soll.

Kühltür offen: Ursache einer Temperaturabweichung erkennen

Ein zusätzlicher Türkontakt zeigt, ob die Kühlraumtür offen oder geschlossen ist. Das ergänzt die Temperaturmessung: Eine offene Tür erklärt einen Temperaturanstieg häufig besser als der Temperaturwert allein. Das Team kann gezielt nachsehen, ob die Tür blockiert ist oder die Dichtung geprüft werden muss.

Türkontakt und Temperatursensor ersetzen keine Wartung der Kälteanlage. Sie machen ausgewählte Zustände sichtbar. Wenn die Temperatur trotz geschlossener Tür steigt, bleibt die technische Diagnose Aufgabe des Kältefachbetriebs.

Temperaturalarm per SMS und E-Mail

Ein Temperaturalarm muss auch außerhalb der Öffnungszeiten eine zuständige Person erreichen. Sie legen Benachrichtigungsgruppen für Filialleitung, Haustechnik oder Servicepartner fest. Die Meldung nennt den Standort und die betroffene Messstelle. Zuständigkeiten und Vertretungen sollten vor dem ersten Alarm geklärt sein.

Nach einer Meldung prüft das Team die Situation vor Ort. Maßnahmen zur Sicherung oder Bewertung der Ware richten sich nach Ihrem betrieblichen Ablauf. Die Benachrichtigung selbst garantiert weder eine Reaktion noch die Unversehrtheit der gelagerten Produkte.

Temperaturdokumentation für Ihr HACCP-Konzept

Historische Messwerte und CSV-Exporte unterstützen die Temperaturdokumentation in Handel, Gastronomie, Mensen und Pflegeeinrichtungen. Ihr Team kann nachvollziehen, wann eine Abweichung begann und wie sich die Temperatur anschließend entwickelt hat. Das erleichtert die betriebliche Auswertung und die Abstimmung mit dem Service.

SECURUS unterstützt die Dokumentation im Rahmen Ihres HACCP-Konzepts. Daraus folgt keine pauschale HACCP-Zertifizierung. Welche Prüfungen, Kalibrierungen, Aufbewahrungsfristen und ergänzenden Aufzeichnungen erforderlich sind, hängt von Ihrem Betrieb und den geltenden Vorgaben ab.

Kühlraumüberwachung für mehrere Standorte

Für Einzelhandel und Filialbetriebe werden Messstellen nach Filiale und Kühlbereich geordnet. In Pflegeeinrichtungen sind Küche und Hauswirtschaft beteiligt, bei Kommunen beispielsweise Mensa, Kita oder Veranstaltungsbetrieb. Die Messung bleibt technisch ähnlich, die Zuständigkeiten unterscheiden sich.

Starten Sie mit den Bereichen, in denen ein unbemerkter Ausfall besonders problematisch wäre. Prüfen Sie Messpunkte, Funkabdeckung und Alarmempfänger zunächst im Pilotbetrieb. Anschließend lässt sich die Überwachung auf weitere Kühlräume und Standorte übertragen.

Aus der Praxis

Kühlraumüberwachung im Betrieb richtig einrichten

Planen Sie die Messung mit dem Küchenteam, der Filialleitung und dem Kältefachbetrieb. So passen Messwerte und Reaktion zum tatsächlichen Ablauf.

Messpunkt statt beliebiger Raumwert

Ein Fühler an der Tür, vor dem Verdampfer oder zwischen Waren misst unter unterschiedlichen Bedingungen. Legen Sie fest, was der Wert aussagen soll, und prüfen Sie die Position mit dem Kältefachbetrieb.

Alltagssituationen mit testen

Anlieferung, Reinigung und Abtauung gehören zum normalen Betrieb. Prüfen Sie bei der Inbetriebnahme, ob Ihre Alarmregeln diese Abläufe berücksichtigen und relevante Abweichungen weiterhin auffallen.

Den gesamten Alarmweg prüfen

Testen Sie Messung, Übertragung und Nachricht gemeinsam. Klären Sie, wer nachts Zugang hat, die Ursache prüft und die Bewertung der Ware veranlasst.

FAQ

Häufige Fragen zur Kühlraumüberwachung

Kann SECURUS einen Tiefkühler überwachen?

Ja, wenn Sensor und Fühler für den benötigten Temperaturbereich geeignet sind. Die Auswahl erfolgt passend zur Anlage.

Braucht der Sensor WLAN im Kühlraum?

Nein. Der Sensor funkt per LoRaWAN. Das Gateway benötigt eine geeignete Internetverbindung zur Plattform.

Erhalte ich den Temperaturalarm per SMS?

SMS und E-Mail sind als Benachrichtigungswege verfügbar. Empfänger und Alarmregeln werden in SECURUS eingerichtet.

Ist die Lösung HACCP-zertifiziert?

Wir versprechen keine pauschale HACCP-Zertifizierung. Messverläufe und Exporte unterstützen Ihre betriebliche Temperaturdokumentation.

Kann ich mehrere Kühlräume vergleichen?

Ja. Messstellen lassen sich nach Raum und Standort zuordnen und zentral betrachten.

Erkennt ein Temperaturfühler eine offene Tür?

Der Temperaturverlauf allein beweist keine offene Tür. Ein zusätzlicher Magnetkontakt erfasst den Öffnungszustand direkt.

Welche Teile der Kühlkette kann ich überwachen?

Die hier beschriebene Lösung überwacht stationäre Kühlbereiche wie Kühlräume, Kühlmöbel und Tiefkühler. Eine durchgängige Kühlkettenüberwachung einschließlich Transport und Übergaben erfordert ein zusätzlich abgestimmtes Mess- und Dokumentationskonzept.

Weitere Use Cases

Serverraum · Technikraum

Temperaturüberwachung

Temperaturen in Serverräumen, Technikräumen und Lagern überwachen.

Serverraum UG: 23,5 °C
Heizraum · Mehrfamilienhaus

Heizungsüberwachung

Störkontakte sowie Vorlauf und Rücklauf im Blick.

Vorlauf Haus A: 62 °C
Keller · Sanitär

Leckageerkennung

Wasser an Risikostellen erkennen und gezielt melden.

Heizungskeller: trocken
Klassenraum · Büro

Luftqualität und Raumklima

CO₂, Temperatur und Luftfeuchte je Raum betrachten.

Raum 2.14: 840 ppm
Keller · Gemeinschaftsräume

Schimmelprävention

Feuchteverläufe beobachten und Schimmelrisiken einordnen.

Keller Haus A: 72 %
Produktion · Heizung

Maschinen- und Anlagenüberwachung

Störkontakte und Zustandsdaten von Pumpen, Motoren und Maschinen.

Pumpe 3: in Betrieb
Gebäude · Filialen

Energiemonitoring

Strombedarf und Verbrauchstrends einzelner Anlagen verstehen.

Rathaus: 38,2 kWh
Lager · Kühlzelle

Tür- und Fensterüberwachung

Öffnungszustände mit passenden Zeitregeln überwachen.

Lagertor 1: geschlossen
Zimmer · Bad

Sturzerkennung

Mögliche Sturzereignisse kamerafrei erfassen.

Zimmer 12: Sturz erkannt
Empfang · Verkauf

SOS- und Service-Button

Hilfe oder Service mit einem Knopfdruck anfordern.

Empfang: bereit
Filiale · Sanitär

Belegung und Personenzählung

Auslastung von Räumen, Plätzen und Flächen.

Eingang: 126 Personen
Schul-WC · Flur

Rauch- und Vape-Erkennung

Rauchen in Toiletten und Treppenhäusern erkennen.

WC 1. OG: unauffällig
Sanitär · Tanks

Füllstandsüberwachung

Tanks, Behälter und Spender nach Bedarf betreuen.

Seifenspender: 62 %
Flur · Treppenhaus

Geräuschpegel

Lärmbelastung objektiv messen statt schätzen.

Treppenhaus A: 42 dB
Heizung · Leitungen

Anlagendruck

Druckabfall in Heizung und Leitungen früh erkennen.

Heizkreis: 1,8 bar
Wasser · Gas · Strom

Verbrauchszähler

Wasser-, Gas- und Stromzähler automatisch auslesen.

Wasserzähler: 12,4 m³
Warmwasser · Speicher

Trinkwasserhygiene

Warmwasser- und Leitungstemperaturen dokumentieren.

Zirkulation: 58,4 °C
Schwimmbad · Prozess

Wasserqualität und pH-Monitoring

pH-Wert, Leitfähigkeit, Chlor und Sauerstoff überwachen.

Schwimmbecken: pH 7,2
Büro · Außenanlage

Beleuchtungsmonitoring

Unnötige Beleuchtung und dunkle Bereiche erkennen.

Büro 3. OG: Licht an
Stadtbäume · Parks

Grünflächen und Bodenfeuchte

Bäume und Grünflächen bewässern, wenn sie es brauchen.

Stadtbaum 114: 23 %

Ihre Kühlräume gezielt überwachen

Nennen Sie uns Kühlbereiche, Temperaturanforderungen und Standorte. Wir planen passende Fühler, Funkanbindung und Alarmempfänger.